Arbeitgeberattraktivität durch Entgeltgleichheit zwischen Frauen und Männern

Der wichtige Beitrag der Hessischen Wirtschaft zur Geschlechtergerechtigkeit

Veranstaltung 2021Logo des Hessischen Lohnatlas

Einleitungstext zur Veranstaltung 2021

Die Entgeltlücke zwischen Frauen und Männern in sozialversicherungspflichtiger Vollzeitbeschäftigung beträgt nach dem Hessischen Lohnatlas noch 11,9 Prozent (Stand 2018).  Es gibt jedoch Grund zum Optimismus, denn seit 2012 ist die Lücke bereits um 4 Prozentpunkte kleiner geworden. Damit geht die Entwicklung in die richtige Richtung, um mehr Geschlechtergerechtigkeit zu erreichen.

Die hessischen Betriebe spielen auf diesem Weg eine entscheidende Rolle. Sie stellen die Weichen dafür, dass Frauen zukünftig häufiger in gut bezahlte Fachkräfte- und vor allem Führungspositionen einmünden und aufsteigen können und damit höhere Entgelte erreichen. Ein wichtiger Beitrag zum Schließen der Entgeltlücke in Hessen. Darüber hinaus sind es die Betriebe, die gewährleisten, dass Frauen für die gleichen Aufgaben auch den gleichen Lohn wie Männer erhalten. Einige Betriebe wie beispielsweise Adobe, Salesforce, Evonik, Ikea oder SAP schaffen Entgeltgleichheit. Das macht sie zu attraktiven Arbeitgebern. Ihre Beschäftigten binden sich gerne an sie und gerade die Millennials, die in den Arbeitsmarkt neu einmünden, begeistern sich für Betriebe, die Geschlechtergerechtigkeit als wichtiges Element in ihrer Betriebskultur verankert haben.

Jetzt gilt es noch viele weitere Betriebe davon zu überzeugen, ihren Betrag zur Entgeltgleichheit zu leisten. Die Zeiten sind günstig dafür, da viele Betriebe aufgrund des Fachkräftemangels auf der Suche nach neuen Fachkräften sind und Frauen eine wichtige Zielgruppe für sie darstellen können. Zudem hat sich während der Pandemie Arbeit stark verändert: Zeitlich und räumlich flexibles Arbeiten wird immer wichtiger. Diese Entwicklung kommt besonders oft Frauen zugute, die diese Flexibilität benötigen, um Beruf und Familie zu vereinbaren. Mit der höheren Akzeptanz von mobilem Arbeiten als Alternative zum Arbeiten im Betrieb vor Ort, schwächt sich die Relevanz von Präsenzzeit und festen Arbeitszeiten als wichtige Kriterien des innerbetrieblichen Aufstiegs zunehmend. Dies eröffnet neue Chancen für alle, besonders die vielen Frauen, die mit flexiblen Arbeitsbedingungen Aufstieg wünschen. Während der Pandemie zeigt sich zudem, dass sich die Arbeitsteilung von Paaren im Homeoffice hinsichtlich Kinderbetreuung und Haushaltstätigkeiten zugunsten von Frauen verschiebt. Männer übernehmen einen größeren Anteil von Aufgaben als noch vor der Pandemie. Die neuen Freiräume ermöglichen Frauen sich umfangreicher in ihre Erwerbsarbeit einzubringen und damit höhere Entgelte zu erreichen. Mit Beispielen guter betrieblicher Praxis können Betriebe sensibilisiert und ermutigt werden, sich stärker für Frauen und deren Karrieren zu öffnen und Entgeltgleichheit zwischen Frauen und Männern zu schaffen.

Bei der virtuellen Veranstaltung Arbeitgeberattraktivität durch Entgeltgleichheit zwischen Frauen und Männern – der wichtige Beitrag der Hessischen Wirtschaft zur Geschlechtergerechtigkeit am 17. März 2021 wurden viele Beispiele vorgestellt und diskutiert. Im folgenden Programm sind die Beiträge verschiedener Referent*innen verlinkt. Dort finden sich auch die Kontaktdaten der Referent*innen, die gerne weiter ansprechbar sind.


Grußwort

von Anne Janz, Staatssekretärin im Hessischen Ministerium für Soziales und Integration


Herausforderungen und Potentiale für die geschlechterspezifische Arbeitsteilung in der Covid-19-Pandemie

Dr. Claudia Globisch Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB)

Bild von Dr. Claudia Globisch Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung

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Weiterführende Links:


Entgeltgleichheit in Betrieben, ein wichtiges Merkmal der Arbeitgeberattraktivität

Frank Rohde, Adobe Systems

Bild von Frank Rohde, Adobe Systems

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Nina Gohlke, Salesforce

Bild von Nina Gohlke, Salesforce

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Weiterführende Links:


Entgeltgleichheit in Hessischen Betrieben. Bestimmung der Ausgangslage auf der Basis des Hessischen Lohnatlas

Dr. Christa Larsen, Institut für Wirtschaft, Arbeit und Kultur (IWAK)

Bild von Dr. Christa Larsen, Institut für Wirtschaft, Arbeit und Kultur

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Weiterführende Links:


Wege zur Entgeltgleichheit in Betrieben und Verwaltungen. Erfahrungen aus der EQUAL-SALARY-ZERTIFIZIERUNG

Pia Pleines-Müller und David Nowacki, PricewaterhouseCoopers (PwC)

Bild von David Nowacki, PricewaterhouseCoopers
Bild von Pia Pleines-Müller, PricewaterhouseCoopers

Downloadgrafik des Vortrags von Pia Pleines-Müller und David Nowacki, PricewaterhouseCoopers

Weiterführende Links:


Aktivitäten des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration zur Förderung der Entgeltgleichheit von Frauen und Männern

Maja Weise-Georg, Hessisches Ministerium für Soziales und Integration

Bild von Maja Weise-Georg, Hessisches Ministerium für Soziales und Integration

Downloadgrafik des Vortrags von Maja Weise-Georg, Hessisches Ministerium für Soziales und Integration


Aktivitäten 2021:

  • Vortragsangebot des IWAK: Vorstellung der Daten aus dem Lohnatlas in einzelnen Kreisen und kreisfreien Städten in Hessen oder auf Landesebene. Wenn Sie Interesse haben, schreiben Sie uns: lohnatlas(at)iwak-frankfurt.de

  • Sozialpartnerdialog: virtuelle Veranstaltungen für Vertreter*innen von Branchenverbänden und Gewerkschaften zu Schwerpunktthemen wie beispielsweise Attraktivität der Arbeitgebermarkte, Zertifizierung, mobiles Arbeiten und Entgeltgleichheit, Betriebskultur und Beispiele guter betrieblicher Praxis

  • Hessischer Preis für Lohngleichheit im Betrieb: weitere Informationen werden folgen

  • Virtuelles Vernetzungsforum zur Entgeltgleichheit: Hinweise auf Veranstaltungen, Studienergebnisse, Beispiele guter Praxis und weitere einschlägige Informationen können auf dieser Webseite eingestellt werden. Beiträge bzw. entsprechende Links senden Sie bitte an: lohnatlas(at)iwak-frankfurt.de